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Führung durch nonverbale Kommunikation: Lektionen aus der Unterwasserwelt

Aktualisiert: 17. Feb.

Der Skorpionfisch: Unsichtbare Stärke


Skorpionfisch
Skorpionfisch

Er lag direkt vor mir und beinahe hätte ich ihn übersehen.

Der Skorpionfisch ist ein Meister der Tarnung. Perfekt angepasst an seine Umgebung. Seine wahre Stärke erkannte ich erst, als ich ihn mit meiner Lampe ins rechte Licht setzte: kraftvoll, gelassen, absolut fokussiert.


Die Leadership-Lektion:

Manche Führungskräfte wirken im Hintergrund. Sie dominieren keine Meetings, drängen sich nicht auf. Wenn es darauf ankommt, sind sie da. Ihre Stärke zeigt sich erst, wenn jemand genauer hinschaut.


Diese stille Stärke wird oftmals unterschätzt, dabei ist sie eine der nachhaltigsten: Präsenz ohne Lärm.


Der Rotfeuerfisch: Sichtbare Präsenz


Rotfeuerfisch
Rotfeuerfisch

Der Kontrast hätte nicht größer sein können.

Der Rotfeuerfisch gleitet durch das Wasser wie ein König. Prächtige Flossen ausgebreitet, leuchtende Streifen. Er nimmt Raum ein, nicht aggressiv, aber unmissverständlich.


Die Leadership-Lektion:

Es gibt Situationen, in denen Führung sichtbar sein muss. In denen es darum geht, Klarheit zu schaffen und Orientierung zu geben.


Der Rotfeuerfisch lehrt: Raum einnehmen ist keine Arroganz. Es ist Verantwortung.


Warum nonverbale Führung über Erfolg entscheidet


Der Rotfeuerfisch (evolutionär gesehen gehören Rotfeuerfische zu den Strahlenflossern) überlebt seit unvorstellbaren 530 Millionen Jahren und auch der Skorpionfisch kommt auf stolze 56 Millionen Jahre.


Die entscheidende Frage ist nicht: Welche Strategie ist besser?

Die Frage ist: Welche Strategie braucht die aktuelle Situation? Stille Stärke oder sichtbare Präsenz?


Zwei Drittel unserer Kommunikation sind nicht wortgebunden. In der modernen Management-Lehre gewinnt die nonverbale Führung immer mehr an Bedeutung, da sie Authentizität vermittelt, wo Worte oft als nichtssagend empfunden werden.

Wirkungsvolle Führungskräfte beherrschen beide Pole und wissen, wann sie welche Strategie anwenden.



Übung: Drei Haltungen


Symbol nonverbale Führung: Taucherin, Skorpionfisch, Rotfeuerfisch

Zwei Drittel unserer Kommunikation sind non-verbal.

Unsere Haltung beeinflusst direkt, wie wir denken und wie andere uns wahrnehmen.


Diese Übung macht die zwei Leadership-Strategien körperlich erfahrbar.

Führen Sie alle 3 Haltungen für jeweils 60 Sekunden durch.


1. Taucher-Haltung (Basis)

Stehen Sie aufrecht, Füße hüftbreit. Schultern entspannt. Atmen Sie tief in den Bauch. Stellen Sie sich vor, Sie schweben schwerelos im Wasser.

Wirkung:

Fokussiert, entspannt, offen für alle Möglichkeiten.


2. Skorpionfisch-Haltung

Machen Sie sich etwas kleiner. Arme nah am Körper. Gewicht leicht nach unten verlagern. Bewegungen minimal. Beobachten Sie Ihre Umgebung, ohne selbst aufzufallen.

Wirkung:

Geduld, Aufmerksamkeit, stille Stärke. Ideal vor Situationen, in denen Sie zuhören und beobachten wollen.


3. Rotfeuerfisch-Haltung

Richten Sie sich auf. Schultern zurück. Arme leicht vom Körper weg, so als hätten Sie prächtige Flossen. Nehmen Sie bewusst mehr Raum ein. Kopf gerade, Blick nach vorne.

Wirkung:

Präsenz, Klarheit, Autorität. Ideal vor Situationen, in denen Sie Orientierung geben oder Grenzen setzen müssen.



So nutzen Sie die Übung im Alltag


Zum Beispiel vor Ihrem nächsten wichtigen Meeting:

Entscheiden Sie bewusst, welche Haltung die Situation braucht.

Dann nehmen Sie diese Haltung für 60 Sekunden ein, im Aufzug, auf dem Gang, im Büro.


Die Forschung zeigt:

Schon kurze Zeit in anderer Haltung verändern Ihre Gedanken, Sichtweisen, Ideen und Ihre Ausstrahlung.


Manchmal braucht Führung keine Worte.

Manchmal braucht sie nur die richtige Haltung.


Sie möchten Ihre Führungspräsenz gezielt weiterentwickeln?

In meinem *Coaching-Programm arbeiten wir an genau diesen Fragen, mit Klarheit, Tiefe und praktischen Tools für Ihren Alltag



Bildnachweis: Alle Unterwasseraufnahmen © Gertrude Paur, Malediven 2026

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